Wenn Kinder Kinder bekommen, dann ist das eine große Belastung für die betroffenen Teenager, aber auch für ihre Eltern. In Deutschland werden jedes Jahr etwa 10.000 minderjährige Mädchen schwanger, die Hälfte von ihnen bricht die Schwangerschaft ab. Doch so weit muss es erst gar nicht kommen: Einer Teenager-Schwangerschaft lässt mit der richtigen Aufklärung vorbeugen. Wichtig bei der Aufklärung ist, dass die Kinder und Jugendliche einen Erwachsenen als Bezugsperson haben, der eine klare Position einnimmt und dabei nicht als Moralapostel auftritt. Dabei sollte mit der Aufklärung nicht zu spät begonnen werden: „Die Bedeutung von Verhütungsmitteln für das Vermeiden von sexuell übertragbaren Krankheiten und von frühen Schwangerschaften sollte Heranwachsenden schon vor dem ersten sexuellen Kontakt klar sein“, betont Dr. Ulrich Fegeler, Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

„Es reicht nicht, wenn Eltern mit ihren pubertierenden Kindern nur einmal ausführlich über Sexualität sprechen, um ihnen einen verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität beizubringen“, weiß Fegeler, der als Kinderarzt in Berlin praktiziert. Tatsache ist, dass Kinder schon im zarten Alter von vier oder fünf Jahren einen Unterscheid zwischen Jungen und Mädchen feststellen. Dann sollten Väter und Mütter gewappnet sein, Fragen zu beantworten. Hilfe bei der Aufklärung bekommen Eltern und Kinder gleichermaßen bei den Jugendvorsorgen J1 und J2. Hier wird Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich von einem Jugendarzt auch ohne Anwesendheit der Eltern über Sexualität informieren und aufklären zu lassen.
( Bildnachweis: Tomizak  / pixelio.de )

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