Verbotene Lebensmittel in der Stillzeit – Ernährung während der Stillzeit Während der Schwangerschaft sind bestimmte Genuss- und Lebensmittel wie Alkohol, Nikotin und Kaffee, aber auch Lakritze tabu für werdende Mütter, da sich diese nachhaltig negativ auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes auswirken. Doch auch wenn der Nachwuchs auf der Welt ist, müssen Mütter, die ihre Babys stillen wollen auf bestimmte Lebensmittel verzichten, denn über die Muttermilch werden viele Inhaltsstoffe von Genuss- und Lebensmittel an das Neugeborene weitergegeben. Leider sind nicht alle Lebensmittel, die stillende Mütter verzehren auch gesund für deren Baby. Dazu gehören in erster Linie Alkohol und Nikotin, aber auch vermeintlich gesunde Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, Hülsenfrüchte und Kohl. Zitrusfrüchte können zum Beispiel für einen wunden Po beim Baby sorgen und Hülsenfrüchte können Blähungen hervorrufen. Wir von familie-einfach-leben klären auf, welche Lebensmittel stillende Mütter nicht oder nur mit Vorsicht genießen sollten.

Alkohol und Nikotin

Alkohol und Nikotin sind die gesundheitsschädlichsten Genussmittel. Trinkt eine stillende Frau Alkohol oder raucht sie, werden Alkohol und Nikotin über die Muttermilch dem Kleinen weitergeben. Deshalb sollte auch während der Stillzeit weder Alkohol noch Nikotin konsumiert werden. Zu besonderen und festlichen Anlässen darf eine stillende Frau ein Gläschen Sekt oder Wein genießen, doch es sollte bei einem Gläschen bleiben. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der nimmt das Gläschen Sekt zum Anstoßen nach der letzten Stillmahlzeit des Tages zu sich. So kann sich der Alkohol über Nacht im Körper der Mutter abbauen.

Kaffee und Koffein

Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke wie beispielsweise Cola, aber auch schwarzer Tee können bei Babys zu Unruhe führen. Deshalb sollte eine stillende Frau nicht mehr als zwei Tassen Kaffee oder schwarzen Tee am Tag trinken. Energy-Drinks sollten ganz tabu sein.

Hülsenfrüchte, Kohl und andere blähende Lebensmittel

Für viele gehören Hülsenfrüchte zu einer vollwertigen Ernährung einfach dazu, doch bei Babys, die gestillt werden können sie – ähnlich wie Kohl – zu schmerzhaften Blähungen führen. Lebensmittel, die schon bei gesunden und erwachsenen Menschen schnell Blähungen auslösen können, wirken bei Säuglingen und Babys noch extremer. Um Blähungen beim Baby zu vermeiden, sollten Blumenkohl, Bohnen, Erbsen, Kohl, Kohlrabi, Linsen, Porree, Sauerkraut und Zwiebel nur in Maßen verzehrt werden. Bei empfindlichen Säuglingen können auch frisches Vollkornbrot, Eier und Knoblauch Blähungen hervorrufen. Auch Aprikosen, Birnen, Kirschen und Pflaumen können beim Säugling Blähungen auslösen, allerdings nur dann, wenn dieses Obst frisch gepflückt gegessen wird.

Zitrusfrüchte

Vor allem im nasskalten Herbst und Winter und in der Erkältungszeit sind Zitrusfrüchte wahre Vitaminbomben. Doch verzehren stillende Mütter zu viel davon, kann dass zu einem wunden Po beim Kleinen führen. Bei empfindlichen Säuglingen kann schon eine halbe Orange ausreichen, die Haut am Po zu irritieren und für Schmerzen zu sorgen. Durch Urin und Stuhl in der Windel wird diese irritierte Hautstelle noch weiter gereizt. Wer also eine gerötete Stelle am Po des Kleinen bemerkt, sollte in den nächsten Tagen keine Ananas, Orangen, Zitronen, Limetten, Kiwis, aber auch keine Erdbeeren zu sich nehmen. Da alle diese Früchte sehr vitaminreich und gesund sind empfiehlt es sich, nicht ganz darauf zu verzichten. Unser Tipp: Verzehren Sie anfangs nur zwei Stückchen, wenn Ihr Kind dies gut verträgt, können Sie die Menge langsam steigern. Auf einen bunten Obstsalat sollten Sie allerdings komplett verzichten, denn wenn Ihr Baby dann einen wunden Po bekommt, wissen Sie nicht, welche Obstsorte der Auslöser dafür war.

Knoblauch und Spargel

Knoblauch und Spargel sind zwar äußerst gesund, doch sie können – in größeren Mengen gegessen - den Geschmack der Muttermilch beeinflussen. Dann schmeckt sie manchen Babys nicht mehr, sie verschmähen die Brust und wollen nicht trinken.

Die Stillzeit ist die Zeit, in der – abgesehen von der Zeit im Bauch der Mutter – sich Mutter und Kind am nächsten sind. Genießen Sie diese Zeit und lassen Sie sie sich nicht mit harten Verboten und Enthaltungen (außer bei Alkohol, Nikotin und Koffein) kaputt machen. Probieren Sie einfach vorsichtig aus, wie Ihr Baby auf bestimmt Nahrungsmittel reagiert. Während der Stillzeit ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig für Mutter und Kind. Nehmen Sie genügend Vitamine, Ballaststoffe, Mineralstoffe, aber auch genügend Eiweiß und genügend Kohlehydrate zu sich. Wenn Sie das Gefühl haben, unterversorgt zu sein, dann können Sie auch zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen. Deren Einnahme sollten Sie aber mit Ihrem Hausarzt absprechen.
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