Wespen - so kann man Wespenstiche vermeidenGerade am Ende des Sommers und im frühen Herbst tauchen sie oft wie aus dem Nichts aus und sind überall dort, wo wir es uns mit leckeren Lebensmitteln gemütlich gemacht haben: Wespen! Viele versuchen dann panikartig, die aggressiven Stecher wieder loszuwerden, denn ein Wespenstich ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann unter Umständen auch sehr gefährlich werden: Allein in Deutschland sterben jedes Jahr etwa 40 Menschen an einen Insektenstich, circa 3,3 Millionen Menschen reagieren auf das Insektengift allergisch. Wer von einer Wespe oder einen anderen mit einem Stachel bewehrten Tier gestochen wurde und allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Übelkeit, Schweißausbrüche, Atemnot oder sogar Herzrasen bekommt, sollte sofort einen Notarzt rufen! Wer bei einem Insektenstich allergisch reagierte, sollte zudem einen Allergietest machen lassen. Dieser klärt, ob eine Insektengiftallergie vorliegt und eine Immuntherapie nötig ist. Dazu muss es allerdings gar nicht erst kommen. Mit ein paar kleinen Tricks kann man sich Wespen auch vom Leibe halten und unbeschwert die letzten warmen Tage in der Natur genießen – ohne dabei „umschwärmt“ zu werden!

Ab durch die Mitte

Wer von einer Wespe belagert wird, sollte nicht nach ihr schlagen, denn das macht die schwarz-gelben Biester noch aggressiver. Ruhig bleiben ist leichter gesagt als getan, doch die einzige Möglichkeit, unversehrt zu entkommen. Lässt sich die Wespe nicht mit ruhigen Handbewegungen „wegschieben“ bleibt nur noch die Flucht übrig: Wer schnell in Zickzack läuft, hat die Wespe schnell abgehängt.

Die richtige Kleidung

Bei einem Aufenthalt im Freien sollte zur Wespenzeit auf weite Kleidung verzichtet werden. Unter ihr können sich nämlich die Biester verfangen.

Nicht in die Nähe von Mülleimern

Mülleimer sind die Gourmetrestaurants für Wespen. Die darin verfaulenden Essensreste ziehen Wespen geradezu magisch an. Vermeiden Sie mit Ihrer Familie deshalb beim Wandern oder auf Spielplätzen Bänke, die direkt neben einem Mülleimer stehen!

Auf Süßes und Fleischiges verzichten

Beginnt die Wespensaison, sollte man draußen so wenig wie möglich verzehren. Wer beim Wandern oder auf dem Spielplatz trotzdem einen kleinen Snack für den Hunger zwischendurch mitnehmen will, der sollte auf Süßigkeiten, Backwaren, Wurst- und Fleischwaren verzichten. Geeignet sind Lebensmittel, die geruchlos sind, wie zum Beispiel Reiswaffeln.

Getränke abdecken

Vor allem bei Getränken muss man in der Wespenzeit sehr vorsichtig sein! Verschluckt man eine Wespe kann ihr Stich in den Hals tödlich enden! Deshalb sollten draußen und drinnen alle Getränke mit einem Bierdeckel abgedeckt werden. Trinken sollte man auch nur einem durchsichtigen Glas – darin kann man die Wespen am ehesten erkennen. Wer auf Nummer sicher gehen will, benützt einen Strohhalm. Ungesüßte Getränke wie Wasser oder Kräutertee ziehen Wespen auch nicht so schnell an wie eine süße Limonade.

Zahlen Sie es den Wespen heim

Wenn zur Wespensaison schon Ihr Tee nicht süß sein darf, dann sollte es wenigstens Ihre Rache sein! Wespen kann man massenhaft killen, indem man eine Wespenfalle baut: Füllen Sie dazu einfach eine leere Weinflasche mit süßem Zuckerwasser, Fruchtsaft oder Essig! Der Geruch zieht die Biester an und sie krabbeln in die Flasche – finden aber den Weg durch den engen Flaschenhals nicht mehr hinaus!

Achtung: Ende September werden Wespen träge. Dann können sie nicht mehr so schnell fliegen und geraten schneller in Panik und werden aggressiv! Manchmal liegen sie auch scheinbar tot auf dem Boden. Tritt man jedoch drauf, stechen sie zu!
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