Ferienjob – was und wie lange dürfen Jugendliche arbeiten Viele Kinder und Jugendliche wollen oder müssen sogar in den Schulferien arbeiten, um ihr Taschengeld aufzubessern. Dagegen spricht generell nichts – wer in den Ferien oder in seiner Freizeit einem kleinen Nebenverdienst nachgeht, der erfährt früh was es heißt sein eigenes Geld zu verdienen und wird es nicht so schnell für unnütze Sachen ausgeben. Ein Ferienjob oder ein Nebenjob erzieht zur finanziellen Verantwortung. Doch in Deutschland ist genau geregelt, wie lange Jugendliche arbeiten dürfen – das ist auch gut so, beugen diese Gesetze eine Ausbeute der arbeitenden Jugendlichen vor. Das Gesetz setzt für Ferien- und Nebenjobs enge Grenzen, die Eltern als auch ihre Kinder kennen sollten. Wir haben die wichtigsten Regeln für Sie hier kurz zusammengestellt.

  • Kinder dürfen in Deutschland keinem Nebenjob oder Ferienjob nachgehen, auch wenn sie möchten. Das Gesetz schreibt vor, dass die Kinder erst das Jugendalter erreicht haben müssen. Ferien- und Nebenjobs sind somit ab dem 13. Lebensjahr möglich.
  • Von 13 bis 14 Jahren dürfen Jugendliche maximal zwei Stunden werktäglich Zeitungen austragen oder im Sommer maximal drei Stunden werktäglich als Erntehelfer jobben.
  • Von 15. bis 17. Lebensjahr dürfen Jugendliche während der Schulferien maximal 20 Tage im Kalenderjahr arbeiten – und das zwischen sechs Uhr morgens und 20 Uhr abends. Dabei darf die Arbeitszeit pro Woche 40 Stunden und pro Tag acht Stunden nicht überschreiten.
  • Ab dem 16. Lebensjahr dürfen Teenager bis 23 Uhr abends arbeiten.
  • An Wochenenden (samstags und sonntags) sowie an Feiertagen ist das Nachgehen einer Ferienarbeit oder eines Nebenjobs verboten – mit Ausnahme der in Gastronomie, in Krankenhäusern oder in Haushalten.


Die Eltern müssen dem Ferienjob und dem Nebenjob zustimmen und auch mit im Arbeitsvertrag unterschreiben – ohne ihre Unterschrift wird nichts aus dem Job. Eine Steuer-Identifikationsnummer ist nicht nötig. Schüler dürfen sich pro Jahr 8.130 Euro steuerfrei dazuverdienen (Stand Juli 2013). Das Kindergeld ist durch solch einen Nebenverdienst nicht gefährdet.
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