Rückenschonende Schulranzen - darauf sollten Sie beim Kauf eines Schulranzens achten...Der erste Schulranzen ist für die meisten Kinder etwas ganz besonderes, steht er doch stellvertretend für den Beginn eines neuen Lebensabschnittes: Er lässt sie wachsen und macht aus Kindergartenkinder Schulkinder. Deshalb sind auch die meisten ABC-Schützen mächtig stolz auf ihren Ranzen. Der Ranzen selbst muss großen Anforderungen gerecht werden: Schick soll er sein, bunt und am besten in den Lieblingsfarben gehalten. Manche Kinder möchten einen Schulranzen mit Dinosauriern drauf haben, andere mit Lilli Fee. Kein Zweifel, die altmodischen Lederranzen sind out und der heutige moderne Schultornister ist Modeerscheinungen unterworfen. Doch wichtiger als Dinos und Lilli Fee sollten die gesundheitlichen Aspekt sein, nach denen der Schulranzen ausgesucht werden sollte. Passt der Ranzen nämlich nicht, sind spätere Rückenbeschwerden so gut wie vorprogrammiert! Der kindliche Rücken ist erst mit zwölf Jahren ausgewachsen. Wird er zu früh oder zu schwer belastet, kann dies zu Haltungsschäden und späteren Schäden an der Wirbelsäule führen. Deshalb sollten Schulranzen nicht mehr als zehn Prozent des Körpergewichtes seines jeweiligen Trägers wiegen. Wenn Ihr Kind also 30 Kilogramm wiegt, darf sein Tornister nicht mehr als drei Kilo auf die Waage bringen. Hier hilft einfaches Nachwiegen auf der Personenwaage um auf Nummer sicher zu gehen.

Schulranzen: Anforderungen an den Sitz

Doch bei einem Schulranzen ist nicht nur wichtig, wie viel bzw. wie wenig er wiegt, sondern auch wie er sitzt. Eltern sollten zudem bei der Auswahl des Tornisters darauf achten, dass dieser sich dem Rücken des Kindes anpasst und nicht umgekehrt! Die Rückwand des Schulranzens muss weich sein. Qualitativ gute Ranzen haben stufenlos verstellbare Tragegurte, mit denen er richtig eingestellt werden kann, so dass keine Druckstellen entstehen. Die Tragegurte müssen mindestens vier Zentimeter breit und gepolstert sein, um nicht in Achseln, Schultern und Rücken einzuschneiden.

Unser Tipp:
Nehmen Sie Ihr Kind mit ins Geschäft zum Anprobieren! Der Ranzen soll nämlich nicht nur gefallen, sondern auch gut sitzen. Und das kann man nur durch eine persönliche Anprobe herausfinden. Lassen Sie bei der Anprobe Ihr Kind den Schulranzen sowohl mit Jacke als auch nur mit T-Shirt bekleidet anprobieren. So können Sie feststellen, ob wirklich nichts scheuert oder einschnürt. Der Schulranzen sitzt dann richtig, wenn er waagerecht auf dem Rücken Ihres Kindes sitzt und an den Schulterblättern eng anliegt. Sind die Riemen zu lang, sollten sie gekürzt werden, damit sie nicht zur Stolperfalle werden.

Schulranzen: Anforderungen an die Optik

Kinder werden im Alter von sechs Jahren eingeschult. In diesem Alter fehlt ihnen noch der Überblick im Straßenverkehr. Der richtige Schulranzen kann jedoch dabei helfen, dass Ihr Kind früher und besser von Autofahrern gesehen wird und diese so den Fuß vom Gas nehmen. Die Ranzenoberfläche muss mindestens zu 20 Prozent mit fluoreszierendem Material in Signalfarben bedeckt sein, welche das Licht reflektieren (siehe Bild). Erlaubt sind die Signalfarben gelb und orange-rot. Vorbild für diese Farbgebung sind die Reflektorenstreifen auf den Westen der Straßenarbeiter, Polizisten und Feuerwehrmännern.
Auf Nummer sicher gehen Sie beim Kauf eines Schulranzens wenn dieser mit dem GS-Prüfzeichen DIN 58124 ausgezeichnet ist.
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