Senkwehen – die VorwehenBei Senkwehen handelt es sich um Vorwehen, die eine wichtige Vorbereitung auf die bevorstehende Geburt sind. Durch die Senkwehen rutsch das Ungeborene tiefer ins Becken der Mutter um optimal im Geburtskanal zu liegen. In der Regel treten Senkwehen zwischen der 34. und der 36. Schwangerschaftswoche, also ab Mitte des neunten Schwangerschaftsmonats auf. Sie lösen damit die bis dahin verspürten Übungswehen ab und sind ein sicheres Anzeichen für eine nahende, bevorstehende Geburt.

Wie fühlen sich Senkwehen an?

Senkwehen unterscheiden sich von Übungswehen, indem sie unregelmäßig sind. Die Vorwehen werden von Frau zu Frau anders empfunden. Bei Senkwehen zieht sich die Gebärmutter zusammen. Manche werdenden Mütter empfinden kaum etwas, andere wiederum klagen über 30 bis 40 Sekunden lang anhaltende Kontraktionen. Die meisten Schwangeren empfinden bei Senkwehen nur eine Spannung und eine Druck, aber keine Schmerzen. Die Vorwehen machen sich auch durch ein Ziehen im Rücken sowie durch allgemeines Unwohlsein bemerkbar.

Senkwehen: Symptome

Da bei den Senkwehen das Baby tiefer ins Becken rutscht, hat der Magen wieder etwas mehr Platz. Bei vielen werdenden Müttern lässt das Sodbrennen nach und sie können wieder größere Portionen auf einmal essen. Die Vorwehen führen zu einer Verlagerung der Gebärmutter nach unten. Dadurch erhöht sich jetzt der Druck auf die Blase und den Darm, wodurch ein verstärkter Harndrang wahrgenommen wird.

Senkwehen lindern

Um die Senkwehen möglichst wenig unangenehm zu empfinden, sollten ab dem achten Schwangerschaftsmonat Überanstrengung und Stress auf jeden Fall vermieden werden, denn sie führen dazu, dass die Vorwehen als schmerzhaft wahrgenommen werden. Machen Sie deshalb regelmäßig kleine Pausen und legen Sie dabei die Füße hoch! Entspannung führt zu einer Linderung der Schmerzen bei Senkwehen. Während der Senkwehen verschaffen Wärme und ein heißes Vollbad Linderung.

Senkwehen oder Geburtswehen?

Da die Senkwehen kurz vor der Niederkunft stattfinden, werden sie oftmals mit den richtigen Wehen verwechselt. Um Herauszufinden, ob es sich nur um die Vorwehen oder gar die richtigen Wehen handelt, empfiehlt es sich, ein warmes Vollbad von etwa 38 Grad Celsius zu nehmen (siehe Bild). Verschwinden die Wehen im warmen Wasser, sind es in der Regel keine Geburtswehen. Bleiben die Wehen während des warmen Vollbads bestehen, oder werden sie noch stärker, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Geburt bevorsteht. Treten die Wehen in sehr kurzen und unregelmäßigen Abständen ein, sollten alle nötigen Vorbereitungen für die Geburt getroffen werden und der Frauenarzt und die Hebamme benachrichtig werden.
Bitte beachten Sie, dass ein www.familie-einfach-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzten kann!
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