Übungswehen oder auch „wilde Wehen“ werden fachsprachlich „Braxton-Hicks-Kontraktionen“ genannt. Bei ihnen handelt es sich – wie ihr deutscher umgangssprachlicher Name schon sagt – um eine Art Probewehen. Somit sind Übungswehen ein Training, mit dem sich Ihr Körper auf die Geburt vorbereitet. Diese Probewehen treten in der Regel zwischen der 20. und 25. Schwangerschaftswoche auf. Bei Übungswehen kommt es in der Gebärmuttermuskulatur zu Kontraktionen: Die Muskulatur zieht sich zusammen und entspannt sich danach wieder. Dabei wird der Bauch kurz hart oder spannt. Manche Frauen empfinden die Übungswehen auch als ein leichtes Ziehen. Schmerzen werden dabei nur selten empfunden.

Übungswehen können am Tag mehrmals in unregelmäßigen Abständen auftreten. Sie halten circa 30 bis 60 Sekunden lang an. Während des fünften und sechsten Schwangerschaftsmonats treten die Übungswehen noch selten auf. Gegen Ende der Schwangerschaft nehmen ihre Häufigkeit und ihre Intensität jedoch zu.

Übungswehen erkennen

Doch wie erkennt man, ob es sich bei fortgeschrittener Schwangerschaft um Übungswehen oder schon um die Senkwehen handelt? Im Gegensatz zu Senkwehen und den richtigen Geburtswehen wirken sich die Übungswehen nicht auf den Muttermund aus. Deswegen öffnet sich bei den Probewehen der Muttermund nicht, sondern wird fest verschlossen.
Wichtig bei Übungswehen ist, dass sie nicht länger als eine Minute dauern und keine starken Schmerzen verursachen. Sie dürfen auch nicht mehr als vier Mal in der Stunde und häufiger als zehn Mal am Tag auftreten. Sollte dies der Fall sein, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen!
Bitte beachten Sie, dass ein www.familie-einfach-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzen kann!